Ein Dino-Park in Rünthe ?
In Bergkamen soll ein Dino-Freizeitpark entstehen. Eigens zu diesem Zweck wurde von Kerstin und Jürgen Arndt aus Dortmund die Betreiberfirma "Dino-Park NRW GmbH" gegründet. Es werden bis zu 150.000 Besuchern im Jahr erwartet. Das damit verbundene Verkehrsaufkommen, würde die Stadtteile Rünthe und Overberge zusätzlich belasten. Außerdem geht den Bürgern ein kostenloses Naherholungsgebiet verloren.
Vom Planungsgebiet betroffen ist ein Teil des Romberger Walds, aber auch Wiesen- bzw. Ackerflächen. Hier, und nicht im Wald, befinden sich ein geschützter Landschaftsbestandteil und zwei nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz geschützte Biotope.
In einem vorläufigen Gutachten konnten im gesamten Gebiet allein 10 Brutvogelarten festgestellt werden, die als gefährdet in der Roten Liste NRW eingestuft sind.
BUND vor Ort bei den Dinos
Brief an Umweltminister Johannes Remmel
21.01.2011 Nicht überall, wo Bio reinkommt, kommt auch Bio raus
Erneuerbare Energien sind ein zentrales Thema in der heutigen Zeit. Am 1. Januar 2009 trat die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Kraft.
Biogas ist eine gute Möglichkeit der dezentralen Energieversorgung. Doch die falsch gesteuerte Förderung durch das EEG führt zu immer weiteren Raps- und Mais-Monokulturen. Verlust an Lebensraum wildlebender Arten und Belastungen durch vermehrten Einsatz von Giften sind Folge.
Mehr zu den Hintergründen und Auswirkungen erfahren Sie hier:
11.01.2011 Kanalband - Mindestens 2 Hektar Wald fehlen
Das so genannte Kanalband umfasst die ehemaligen Flotationsteiche und Bergehalden zwischen der Hamm-Osterfelder Bahnlinie und dem Datteln-Hamm-Kanal. Die Fläche umfasst ca. 60 Hektar.
Für die Aufschüttung der Halden wurde seit Mitte der 70er Jahre das größte zusammenhängende Waldgebiet der Stadt, das "Große Holz" geopfert. Später sollten die Halden, so sieht es der Werkmeister-Plan vor, naturnah gestaltet und rekultiviert werden. Dafür sind außerhalb dieses Bereichs über acht Hektar an neuer Waldfläche anzupflanzen. Ein aktuelles Gutachten sieht hier lediglich sechs Hektar vor.
Unter forstlichen Gesichtspunkten sind die geplanten Aufforstungsmaßnahmen nicht ausreichend. Es fehlen 8,1 ha, die an anderen Stellen aufgeforstet werden müssen.
Die Stadt Bergkamen sieht für das Kanalband eine exzessive Freizeitnutzung u.a. mit Mountainbike-Parcours, Seifenkistenrennbahn, Reitstrecke und, dem Klimawandel zum Trotz, eine Skilanglaufrundstrecke vor.
Laut einer Artenschutzprüfung leben im Kanalband 20 planungsrelevante Arten, darunter zehn Fledermaus- und neun Vogelarten sowie eine Amphibienart, die Kreuzkröte.
Die Kreisgruppe Unna des BUND wird sich dafür stark machen, dass die Einflüsse auf diese Arten so gering wie möglich ausfallen. Auch werden wir die fehlenden Ausgleichsmaßnahmen einfordern.
Pressestimmen
03.11.2010 Kreuzkröte auf der Halde heimisch (WE)
11.11.2010 Die Differenz beträgt zwei Hektar Wald (WA)






