25.04.2012 BUND reicht Klage gegen "Eierfabrik" ein
Fröndenberg - Nachdem die Erweiterung des Legehennenbetriebs der Ruhrtaler Frisch-Ei GmbH vom Kreis Unna genehmigt wurde, hat der BUND nun Klage eingereicht.
Der Betrieb, zur Zeit gemischt als Boden- bzw. Käfighaltung geführt, soll um 19.600 Tiere auf 59.400 Legehennen erweitert werden. Der BUND hält die Genehmigung in mehrfacher Hinsicht für fehlerhaft.
12.01.2012 Jetzt auf Bio umsteigen - Agrarfabriken meiden
Zum Schutz vor antibiotikaresistenten Keimen rät der BUND auf Produkte aus industrieller Massentierhaltung zu verzichten. Am besten man steigt auf Bioprodukte um. Eine Alternative bietet NEULAND, hier steht die tiergerechte Haltungsform im Vordergrund.
Qualvolle Haltungsbedingungen sowie die Auswirkungen der ungefilterten Abluft auf Mensch und Natur sprechen ebenfalls gegen derartige Tierfabriken. In den Amtsblättern des Kreises Unna wurden im letzten Jahr 5 Bauanträge veröffentlicht: in Billmerich, Hemmerde, Fröndenberg, Kessebüren und Werne.
BUND Kreisgruppe Unna Pressemitteilung
BUND-NRW Stellungnahme zur Anhörung des Agrarausschusses des Landtags am 09.11.2011
14.12.2011 Agrarfabriken boomen im Kreis Unna
Agrarfabriken halten nun vermehrt auch im Kreis Unna Einzug. Die aktuelle Entwicklung ist besorgniserregend. Massentierhaltung mit 60.000 Legehennen in Fröndenberg, 1500 Schweinen in Kessebüren und 2000 Mastschweinen in Werne, um nur ein paar aktuelle Beispiele zu nennen.
Bemerkenswert ist, dass die Landwirte dabei die Tierzahl knapp unterhalb der Bemessungsgrenze zu halten versuchen, ab der die Öffentlichkeit am Verfahren beteiligt wird. Im Falle von Robert Schulze-Kalthoff aus Werne sind es gerade mal 4 Schweine, die an der magischen Grenze von 2000 fehlen. Dabei profitiert der Landwirt von der in 2007 geänderten Regelung der Bundesimmissionsschutzverordnung (4. BImSchV - Anhang 1). Seither müssen Rinder nicht mehr mit betrachtet werden.
Dies ist politische Willkür, aus fachlicher Sicht unterscheiden sich Rinder hinsichtlich der Auswirkungen auf die Umwelt nicht von anderen Nutztieren.
Auch beim landwirtschaftlichen Betrieb von Hans Bücker in Unna-Kessebüren wird die Grenze nur unwesentlich unterschritten. Hierbei handelt es sich zwar um einen gemischten Bestand, aber die Tierzahlen wurden so zusammengestellt, dass die Summe des Bestandes über 98% liegt. Damit hat der Kreis Unna als Genehmigungsbehörde die Öffentlichkeit nicht zu beteiligen.
Es gibt allerdings für jeden Bürger doch noch eine Möglichkeit näheres über die geplanten Tierhaltungsanlagen und deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu erfahren. Die Behörde ist nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) verpflichtet, auf Anfrage entsprechende Informationen und Daten heraus zu geben. Jedoch ist es sinnvoll, sich zuvor nach etwaigen Gebühren (Kopien, Recherchen) zu erkundigen. Einfache Auskünfte sind in NRW in der Regel kostenfrei.
Der BUND sieht derartig große Anlagen im Grundsatz als schwierig an. Neben tierschutzrechtlichen Aspekten spielt vor allem die hohe Tierzahl eine entscheidende Rolle. Zum einen verfügen die Landwirte nicht über ausreichende Fläche um das benötigte Futter anzubauen und die Gülle zu entsorgen. Zum anderen ist die Ausbreitung von Keimen und Nährstoffen in die Umwelt ein Thema. Und diese entweichen über die notwendigen Kamine der Anlage in der Regel ungefiltert nach außen.
Wir werden das nicht nur weiter vor Ort thematisieren. Am 21.01.2012 werden wir auch an der Großdemonstration zur Grünen Woche in Berlin teilnehmen.
Weitere Informationen:
- Legehennenbetrieb in Fröndenberg
- Erweiterung von 40.000 auf 60.000 Hühner
- bund-nrw.de: Tierfabriken verhindern
- Hinweise des BUND Landesverband NRW zu Genehmigungsverfahren bei Massentierhaltung.
- bund.net: Tierschutz in der Landwirtschaft
- Informationen des BUND zu Tierfabriken und deren Umweltproblemen.





