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Mit dem Projekt "Wahrbrink-West 1" ist mitten in einem Landschaftsschutzgebiet ein Gewerbegebiet entstanden.
Hier fanden gefährdete Tierarten wie Kiebitz und Turmfalke einen Lebensraum. Das Feld wurde bestellt, ein Bach aus Steuermitteln umgestaltet.
Nun führt eine Erschließungsstraße in das Gelände, deren Flächen von der Stadt Werne als Gewerbeflächen vermarktet wird.
Wie konnte es dazu kommen?

Bis August 2009 befand sich an der Straße "Wahrbrink" ein Warenlager von IKEA. Die Stadt Werne tat alles, um eine Abwanderung des schwedischen Möbelhändlers in eine andere Stadt zu verhindern. Eine Fläche für eine eventuelle Erweiterung des Standortes wurde freigehalten. Diese Fläche liegt in einem Landschaftsschutzgebiet.
Der Regionalverband Ruhr (RVR) stimmte dem mit einer Einschränkung zu. Im Gebietsentwicklungsplan, dem heutigen Regionalplan, wird das Plangebiet als zweckgebundener Bereich für eine gewerblich-industrielle Nutzung (GIB) dargestellt. In der Zweckbindung heißt es: „Der westlich der L 518n in Werne dargestellte GIB für zweckgebundene Nutzungen ist ausschließlich für die Erweiterung des östlich der L 518 n gelegenen Möbelverteilzentrums vorgesehen.“

Trotz aller Bemühungen hat IKEA seinen Standort in Werne aufgegeben. Mit Amazon war ab 2010 nicht nur ein Nachmieter gefunden, der Online-Riese will sogar neu bauen.
Die Stadt Werne und der RVR stimmen sich ab, dass "Möbel" und "Warenverteilzentrum" ähnlich sind. Die 34. Änderung zum Flächennutzungsplan für die Fläche "Wahrbrink-West 1" wird auf den Weg gebracht. Die Erschließungsstraße entsteht.
Anders als geplant, baut Amazon dort aber nicht. Für das neue Lager würde mehr Platz benötigt, als Wahrbrink-West 1 bietet.

Hat das Unternehmen Amazon nicht gewusst, wie viel Fläche es braucht? War die Planung für Wahrbrink-West 1 voreilig?
Fakt ist, die Stadt Werne handelt wieder unverzüglich. Eine neue Fläche muss her! Das Verfahren "Wahrbrink-West 2" wird auf den Weg gebracht. Warum man nicht die vorgesehene Fläche um den Mehrbedarf erweitert, wird nicht erklärt.

Da "Wahrbrink-West 1" schon mal da ist, vermarktet die Stadt Werne das so "durch die Hintertür" entstandene Gewerbegebiet. Die eigentliche Zweckbestimmung fällt unter den Tisch.

Sind der Regionalverband Ruhr und der Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Unna darüber informiert?

Mit dieser Vorgehensweise ist der BUND nicht einverstanden.

Wir haben den Regionalverband Ruhr um Prüfung und den Kreis Unna um eine Stellungnahme gebeten.


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