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22.01.2012 Für eine Neuausrichtung der Agrarpolitik

23.000 Menschen sind gestern nach Berlin gekommen, um für eine gesündere und gerechtere Landwirtschaft zu demonstrieren. "Bauernhöfe statt Agrarindustrie" lautete das Motto, das die Demonstranten aus dem gesamten Bundesgebiet zum Kanzleramt trug.

Immer neue Meldungen zum  Einsatz von Antibiotika und Gentechnik sowie tierquälerischen Haltungsbedingungen in den Agrarfabriken der Nation heizen die Diskussion an. Um die Überschussproduktion zu Dumpingpreisen zu beenden, bedarf es sowohl einer Änderung der Agrarpolitik wie auch einer Veränderung des Konsumverhaltens.

So unterschiedlich die Motivation jedes Einzelnen auch war, sich an der Kundgebung zu beteiligen, so gleichen sich auch die Bilder aus den verschiedenen Regionen Deutschlands. Während die einen bäuerliche Betriebe aufgeben müssen, bauen die anderen ihre Agrofabriken immer weiter aus.

Auch wenn Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sich angesichts kritischer Nachfragen bei der Grünen Woche genervt zeigte und ihren bisherigen Kurs bekräftige. Der wachsenden Ablehnung der Bevölkerung gegen keimbelastete Lebensmittel und umweltschädigende Agrofabriken wird auch sie sich nicht auf Dauer entziehen können.

Die geplante Erweiterung einer Massentierhaltung hat zwei betroffene Anwohner aus dem Kreis Unna dazu gebracht, sich der Demo anzuschließen. Wohl kein Einzelfall wie die Zahl der Teilnehmer in diesem Jahr zeigt, sie konnte gegenüber 2011 noch einmal gesteigert werden.

Weitere Bilder und Informationen gibt es bei unserem Bundesverband ...


Broschüre: Agrarreform statt Massentierhaltung

Broschüre: Die Lügen der Agrarindustrie

Für Fleisch nicht die Bohne!