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05.10.2015 Leserbrief des BUND-Landesarbeitskreises Wasser zur Wasserkraft

als Antwort auf den Leserbrief von Hans-Werner Adamski vom 29.9.2015 im Westfälischen Anzeiger Hamm:

Die Anwürfe des Herrn Adamski, Betreiber der Wasserkraftanlage Hamm, gegen die Umweltverbände bzgl. ihrer Positionierung zu Regenerativen Energien, hier insbesondere der Wasserkraft, weist der BUND-Landesverband NRW auf Schärfste zurück. Seit vielen Jahren befassen sich die Facharbeitskreise des BUND auf Bundes- und Landesebene intensiv mit der ökologischen Problematik der Wasserkraftnutzung. Der fast immer notwendige Aufstau der Fließgewässer zur Betreibung von Wasserkraftanlagen (WKA) ist für sich allein schon ein schwerer Eingriff in das Ökosystem Fließgewässer( Veränderung von Temperatur, Stoffhaushalt, Fließgeschwindigkeiten und Dynamik), der verschärft wird durch den Betrieb der Anlage.

Die von der EU-WRRL (Europäische Wasserrahmenrichtlinie) vorgegebene und ökologische notwendige Durchgängigkeit der Flüsse und Bäche wird durch WKA verhindert oder auch bei vorhandenen Fischauf- und Abstiegshilfen (von denen rd. 90% nicht richtig funktionieren) sehr erschwert. Allein die Herstellung von funktionierenden Fischauf-und abstiegsanlagen ist ethohydraulisch äußerst kompliziert und eine100prozentige Funktion zu allen Zeiten ist nicht garantierbar. Es mag ja durchaus sein, dass die in der Nähe des Benthal (Gewässersohle) wandernden Aale u.a. einige andere Fischarten die Passage durch ein Aalrohr finden. Für die sich im Pelagial (Wasserkörper) oder oberflächennah aufhaltenden Arten hat ein sohlnaher Abstieg keinen Nutzen. Der Aspekt der Passierbarkeit darf sich auch nicht nur auf Fische richten. Zu berücksichtigen sind ebenso die, u.a. für die Selbstreinigungskraft des Gewässers wichtigen Makroorganismen, das Geschiebe und das Geschwemmsel.

Zum Thema Klimaschutz und CO2- Reduktion: nur ca.3,5% der Stromerzeugung Deutschlands wird durch Wasserkraft erzeugt. Lt. einer Studie des Bundesministeriums für Umweltschutz (BMU) von 2010 werden von ca. 7400 WKA mit einer Gesamtleistung von 4,05 Gigawatt (GW) 20,9 Terrawattstunden pro Jahr erzeugt (TWh/a). Davon werden 84%! allein von 406 großen WKA mit mehr als 1 Megawatt (MW) produziert. Als Zubaupotential sollen maximal 3,3 TWh voraussichtlich realisierbar sein. Das sind an der Gesamtstromerzeugung sagenhafte 0,6%. Auf Grund der in den Flussstauen entstehenden Methangasemissionen, die ca. 20mal klimawirksamer sind als CO2, reduziert sich die CO2-Einsparung um ein Weiteres.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) lehnt in seinem Forderungspapier vom 17.03.2014 den Neubau von WKA mit einer Leistung von weniger als 1 MW ab. Begründung:

„.... da eine wirtschaftliche Betriebsführung bei gleichzeitiger Umsetzung gesetzlicher Vorgaben zur Minimierung der ökologischen Auswirkungen nicht möglich erscheint und der Beitrag dieser Anlagen an der gesamten Wasserkraftproduktion, wie auch zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes, zu gering erscheint.“

Womit das Thema Klimaschutz „durch“ sein dürfte.

Diese Forderung des BfN deckt sich auch mit der des BUND. Die Errichtung von Klein-WKA weniger als 1 MW oder gar Kleinst-WKA von weniger als 100 KW sind in Bezug auf eine wirksame CO2-Minimierung irrelevant.

Die Ausführungen des Herrn Adamski in seinem Leserbrief zeugen eher von Polemik als von Kenntnis in Sachen Gewässerökologie und Klimaschutz. Dass sich die „Umweltschutzverbände“ , so wie er schreibt, „in keinster Weise für die Klimaschutzziele einsetzen, sondern sich lediglich um ihre eigenen Interessen kümmern“, grenzt an Diffamierung. Die „eigenen“ Interessen des BUND und der anderen Umweltverbände sind immer die Interessen zum Schutz und Erhalt von Natur und Umwelt zum Wohle aller, wo hingegen die Interessen eines WKA-Betreibers handfeste finanzielle sein werden.

Verfasser:
Heinz-Georg Beyer
Mitarbeiter i. BUND-Landesarbeitskreis Wasser, Unterarbeitsgruppe Wasserkraft

 

02.04.2015 BUND reicht Fachaufsichtsbeschwerde ein

Nach Akteneinsicht in der Sache Schweinemast Goeken bei der Stadt Schwerte und der Landschaftsbehörde des Kreises Unna hat der BUND am Montag eine Fachaufsichtsbeschwerde bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. Die Aufsichtsbehörde möge die vom Kreis erteilte landschaftsrechtliche Ausnahmegennehmigung prüfen.

Nach Ansicht des BUND wurden wesentliche Verbote des Landschaftsplanes nicht berücksichtigt und wichtige Unterlagen dazu vom Antragssteller offenbar erst gar nicht angefordert. Für diese wären weitere Ausnahmegenehmigungen oder sogar Befreiungen erforderlich.

Im wesentlichen geht es dabei um Stickstoffeinträge, die empfindliche Pflanzengesellschaften zerstören können. Solche Magerstandorte und Nassbereiche gibt es mehrfach im Umfeld der geplanten Anlage. Diese Lebensraumtypen sind selten geworden und daher als geschützte Gebiete im Landschaftsplan festgesetzt.

Hohe Nährstoffmengen gelangen schon heute über die Luft dorthin. Der überwiegende Teil stammt aus der Landwirtschaft und Tierhaltungsanlagen, wie sie hier geplant ist (LANUV NRW zu Ammoniakemissionen). Das Niveau dieser sogenannten Hintergrundbelastung ist seit Jahren annähernd gleich.

Einige Verwunderung löste auch die Tatsache aus, dass die dazu erforderlichen Berechnungen in den Akten fehlten. Zwar gab es eine Betrachtung zur Stickstoff-Deposition beim Antrag über 1800 Schweine aus dem Februar 2014. Beim aktuellen Antrag über 1496 Mastschweine jedoch wurde nur die weniger relevante Ammoniak-Konzentration in der Luft ermittelt, der Stickstoff-Teil allerdings nicht. Auch eine erneute Nachfrage bei der Sachbearbeiterin des Kreises ergab kein Ergebnis.

Offensichtlich wurde noch dazu lediglich auf Basis eines veralteten Ammoniak-Leitfadens aus 2002 beim Kreis gearbeitet, statt den aktuelleren LAI-Stickstoff-Leitfaden zu verwenden. Wendet man diesen Leitfaden im Fall Goeken an, kommt man zum Ergebnis, dass wegen der hohen Einträge daher eine Gefährdung der Biotope zu befürchten ist.

Der BUND hofft jetzt auf dem Wege der Fachaufsichtsbeschwerde eine Klärung herbei führen zu können.

 

19.03.2015 Schweinemast „Im Sundern“ ausgebremst

Gemeinsame Pressemitteilung von
Bündnis 90/Die Grünen Fröndenberg und BUND

Fröndenberg - Bündnis 90 /Die Grünen und der BUND schließen sich ganz dem Kreis Unna an. „Es ist ganz normal, dass man bei derartig schlechten Anträgen besser zurückzieht“, erwidert Frank Weissenberg die Reaktion des Kreises auf die Absage des Erörterungstermins in Sachen Brinkmann. "Wir sehen uns in den vom Ortsverband gemachten Einwendungen bestärkt", so Vorstandssprecherin der Grünen Andrea Molitor.

In ihren Einwendungen hatten sie auf zahlreiche Mängel und Widersprüche hingewiesen. „Besonders unverschämt halten wir den Versuch, über eine Verbesserungsgenehmigung die zulässigen Nährstoffeinträge in die Schutzgebiete überschreiten zu dürfen“, so Weissenberg weiter. Nur in Ausnahmefällen sei dies möglich, die hier aus Sicht des BUND jedoch nicht zuträfen. „Wir hatten schon im Scopingtermin auf die fehlerhafte Genehmigung der bestehenden Anlage hingewiesen. Auch hätte nach unserer Einschätzung bereits eine Nachbesserung auf Basis des Filtererlasses stattfinden müssen.“

Eine Verbesserung ergäbe sich aber nur, wenn man die bestehende Anlage ohne Abluftfilter mit einer gefilterten vergleicht. „Und diesen Vergleich halten wir für unzulässig“, ist sich Andrea Molitor zusammen mit dem BUND sicher.

Auch wiesen die Grünen in ihren Einwendungen ausdrücklich auf den offenen Widerspruch zwischen der Ausweitung von Massentierhaltung und einer Erholungsregion mit "sanftem Tourismus" hin. Schon heute weht der Gestank der ungefilterten Abluft Spaziergängen ins Gesicht und damit auch die Keime. Inakzeptabel sei darüber hinaus der Verbleib der Desinfektionsmittel aus der Stallreinigung, die über die Gülle unbehandelt in die Umwelt gelangen.

Ob und wann der Antrag erneut gestellt wird, bleibt abzuwarten.

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